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Aktuelles & Termine aus unserem Ort Feuerscheid

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25 Jahre Freunde historischer Feuerwehrfahrzeuge Feuerscheid e.V.

Handpumpe und Bully25 Jahre ist es nun her, dass der alte VW Bully, Baujahr 1958, bei unserer Feuerwehr außer Dienst gestellt wurde.

Der Zahn der Zeit hatte an dem liebgewonnenen, treuen Gefährt/en genagt. Die rostbraune Farbe überragte inzwischen das leuchtende Feuerwehrrot. Auch weitere schwerwiegende Mängel machten eine Weiternutzung des Fahrzeugs im Feuerwehrdienst unmöglich. Der alte Bully hatte, nachdem er 1559 per Bahn in Prüm angeliefert worden war, so manche Anekdote hervorgebracht. Zu jener Zeit gab es in Feuerscheid nur 3 - 4 Autos. Daher diente der Bully nicht nur als Feuerwehrfahrzeug, sondern auch als Transportfahrzeug oder Krankenwagen. Die Sicherheitsbestimmungen waren damals ebenfalls noch nicht mit den heutigen Standards vergleichbar. So stellte man z.B. einfach ein paar Stühle in den Bully und schon diente er als Transportwagen auf dem Weg zu einem Krankenbesuch.

Allen Beteiligten war 1992 bewusst, dass eine Restaurierung des Fahrzeuges viel Geld und Arbeit in Anspruch nehmen würde. So war das Ende des Bullys in der Schrottpresse zunächst vorprogrammiert. Vielen der damaligen Feuerwehrkameraden war der „Schrottklumpen“, der in all den Jahren
auch Dorfgeschichte geschrieben hatte, jedoch so ans Herz gewachsen, dass man dies unbedingt verhindern wollte.

Nachdem verschiedene Möglichkeiten der Erhaltung und Restaurierung überdacht wurden, entschlossen sich 17 Feuerwehrkameraden einen neuen Verein zu gründen. Die „Freunde historischer Feuerwehrfahrzeuge und Gerätschaften Feuerscheid e.V.“ waren geboren.

Bei der Gründerversammlung musste zunächst jedes Vereinsmitglied Geldscheine als Startkapital in einen Hut werfen. So konnten erste Maßnahmen finanziert werden. Walter Disch wurde zum 1. Vorsitzender des Vereins gewählt. Sein Stellvertreter war Anton Neisius. Da beide diesen Posten auch
heute noch inne haben, können auch sie auf ihr 25-jähriges Jubiläum als Vorsitzende zurückblicken.

Die Restaurierungsarbeiten, die in der Schmiede von Walter Disch durchgeführt wurden, waren noch kosten- und arbeitsintensiver als zunächst angenommen.

Das wahre Ausmaß der Schäden am Unterboden und an der Karosserie stellte sich erst während der Restaurierung heraus.

Es sollten nur Original VW-Ersatzteile aus den 60er Jahren verwendet werden. Da der private PC zu jener Zeit noch nicht gesellschaftsfähig war, mussten Kontakte zu Oldtimerhändlern in ganz Deutschland geknüpft werden. Außerdem mussten für die mühselige Beschaffung der Ersatzteile, zahlreiche Oldtimermärkte besucht werden. Das Internet der damaligen Zeit hieß „Such und Find“.Bleche, die auf dem Markt nicht mehr vorhanden waren, wurden von der Firma Hack in Heilhausen gekantet. Hier wurde das Fahrzeug abschließend auch lackiert. Die Restaurierung wurde anfangs nur von Spenden und Mitgliedsbeiträgen bezahlt. Die eingehenden Rechnungen trieben den Verein an seine Grenzen. Einige Mitgliedern haben Rechnungen von ihrem privaten Konten überwiesen und dem Verein somit Geld vorfinanziert. Trotz hoher Mitgliedsbeiträge hatte der Verein aufgrund der Vorfinanzierung eine Schuldenlast von über 10.000 DM zu stemmen .Zur Verbesserung der finanziellen Lage wurden im Jahr 1997 erstmals die Feuerscheider Wandertage durchgeführt. Da die Wandertage ein toller Erfolg waren und alle Beteiligten stets mit Spaß bei der Sache waren, sind die Wandertage an Vatertag bis heute ein fester Bestandteil im Feuerscheider Jahreskalender. Zusätzlich wurden weitere Aktionen durchgeführt. So übernahm man die Bewirtung bei der historischen Gemeinderatsitzung 1997, bei der Bürgerversammlung 1998, sowie bei einem Skatturnier des Skatclubs Schönecken in Feuerscheid. Bei den Feuerscheider Gladiatorenspielen des Jugendvereins übernahm man mehrmals die Essensversorgung.

Nach vielen Arbeitsstunden in der alten Schmiede wurde schließlich als Ziel für die Fertigstellung des Bullys das 50.- jährige Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Feuerscheid am 15./16.06.1996 ausgegeben. 4 Stunden vor Beginn der Festlichkeiten konnte der Bully fertiggestellt und so von zahlreichen Festbesuchern bewundert werden.Die 1. Fahrt nach der Restaurierung fand bereits am 19.04.1996, nachdem der Motor instandgesetzt war, statt. Weil das Fahrzeug nie abgemeldet war, konnte es sein altes PRÜ-Kennzeichen behalten, was damals eine echte Rarität war, da insgesamt nur noch weniger als 30 PKW mit PRÜ-Kennzeichen zugelassen waren. Inzwischen kann das PRÜ-Kennzeichen wieder bei allen Neuzulassungen genutzt werden.

Nach der Fertigstellung nahm der Verein an zahlreichen überregionalen Oldtimertreffen, wie z.B. in Bell, Montabaur und Fulda, teil. Als nächstes war nun die Bestückung des Fahrzeuges an der Reihe. Es wurden mehrere Tragkraftspritzen beschafft und restauriert, darunter die alte Ziegler TS 8/8 aus dem Jahre 1961, die seit dieser Zeit fester Bestandteil des Fahrzeugs war. Nachdem diese, nach ihrer Ausmusterung aus dem aktiven Feuerwehrdienst ebenfalls aufwendig restauriert wurde, dient sie der VG Prüm noch heute als Ersatzpumpe in der ganzen Verbandsgemeinde. Außerdem wurde die gesamte feuerwehrtechnische Beladung beschafft. Die gesamten Gerätschaften können im Museum auf dem Denterhof, welches ebenfalls von den Vereinsmitgliedern umgebaut und hergerichtet wurde, bewundert werden.

Inzwischen sind alle Schulden getilgt und der Bully hat einen laut Wertgutachten ermittelten Wert von über 60.000 €.

Am 27. 05.2017 konnte mit einem bunten Programm das 25-jährige Vereinsjubiläum gefeiert werden. Ein besonderer Programmpunkt war die erste Schauübung der neugegründeten Jugendfeuerwehr Feuerscheid/Lasel/Nimshuscheid/Wawern. Mit großem Engagement konnten die Jugendlichen unter Beweis stellen, dass sie sich in der kurzen Zeit ihres Bestehens bereits großes feuerwehrtechnisches Wissen und Geschick angeeignet haben. Anschließend folgte als weiteres Highlight, die historische Übung der Freiwilligen Feuerwehr Bleialf. Hier wurde demonstriert, wie das Feuer früher mit Handpumpe und Ledereimern bekämpft werden musste. Bereits beim Antreten der Löschgruppe mit Schnapsbrett, war zu erkennen, dass der Spaß hier ebenfalls nicht zu kurz kam. Bei strahlendem Sonnenschein gelang es kaum einem Festbesucher, sich trockenen Fußes, bzw. Hauptes, aus der Situation zu retten. So wird dieses Fest bei allen Beteiligten und Besuchern noch lange in guter Erinnerung bleiben.

Es bleibt zu hoffen, dass noch viele Generationen ihre Freude an dem Bully haben werden, so dass man in gut 40 Jahren den 100. Geburtstag des legendären Bully feiern kann. Man muss allerdings davon ausgehen, dass nur wenige der Gründungsmitglieder des Vereins an den Feierlichkeiten teilnehmen werden.

Über uns

Wir sind ein kleines aber feines Dörfchen aus der Verbandsgemeinde Prüm nahe der Grenze an Belgien und Luxemburg gelegen. Wir freuen uns, wenn Sie uns einen Besuch abstatten würden, sei es als Tagesreise zu unseren Festen, oder zu einem Wochenendurlaub in unseren Unterkünften.


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